Åmans Fehltritt

Nimmt's gerne persönlich - Keeper Patrick Åman. / Foto: Jérémie Luke Dubois - JDUBOiS

Nimmt’s gerne persönlich – Keeper Patrick Åman. / Foto: Jérémie Luke Dubois – JDUBOiS

Mit Kalibern wie Enström, Nilsson oder Sundstedt stellte Schweden einen Kader der absoluten Extraklasse. Starkeeper Patrick Åman sorgte aber kurz vor WM-Start für negative Schlagzeilen. Nach einem rüden Tritt gegen einen Gegenspieler drohte eine Sperre, die den 31-Jährigen seine Teilnahme an der Weltmeisterschaft kosten konnte.

Patrick Åman ist kein Kind von Traurigkeit. In der schwedischen Superligan geht der Schlussmann von AIK Stockholm seine Gegenspieler häufig härter an als eine eigenen Verteidiger. Im Ligaspiel gegen Växjö wütete er das ganze Spiel lang.

„Ich weiß nicht, was er vor hatte, ob er dem Sport oder der Nationalmannschaft schaden will“, kritisierte laut florbal.cz Växjö-Teamchef Niklas Norden Åmans Auftritt. „Er ist ein großes Problem für unsere Sportart und wenn er damit noch jemanden inspiriert, dann haben wir wirklich ein Problem.“

AIK vs. Växjö: Åmans Zweikämpfe

„Das Video habe ich gesehen, aber ich denke nicht, dass es dort etwas besonderes zu sehen gibt“, verteidigte sich Åman. Es sei üblich, dass Torhüter mit Tritten und Stockschlägen umgehen müssten, dann dürfte man sich auch verteidigen.

Die Partie trat eine öffentliche Diskussion über den Verbleib des Weltmeisters Åman im Nationalteam los. Die letzten Vorbereitungsspiele gegen Norwegen absolvierte Schweden mit Faluns Johan Rehn im Kasten. Kurz vor Turnierbeginn bestätigte der Schwedische Dachverband dann doch Åmans Nominierung.

Quelle: florbal.cz