Dietz: „Schwerpunkt liegt auf Lettland“

2012 hatte Dietz bereits die Ehre gegen Schweden. 2014 trifft man schon in der Gruppe auf die Übermannschaft. / Foto: IFF

2012 hatte Dietz bereits die Ehre gegen Schweden. 2014 trifft man schon in der Gruppe auf die Übermannschaft. / Foto: IFF

2012 wurde er zum gefeierten Helden als er Deutschland ins WM-Halbfinale parierte. Danach verlagerte Mike Dietz seine sportlichen Schwerpunkte auch des Studiums halber nach Schweden. Trotz der zwei Hammergegner zum Auftakt liegt der Schwerpunkt in der Gruppe auf Lettland, sagt Dietz.

Das deutsche Team ist angekommen. Wo wohnt ihr und mit wem bist du auf dem Zimmer? Gute Wahl?


Wir wohnen auf dem Campinggelände Kärralund in kleinen Häusern mit je vier Betten. Und klein ist wörtlich zu nehmen. Das eine Zimmer fasst 3 Betten auf 2,5 m² und wenn die Couch im Wohnzimmer zum vierten Bett ausgezogen ist, muss man im Slalom um die Taschen laufen. Ich bin ja erst etwas später angekommen und habe einen Platz bei den drei Weißenfelser Spielern bekommen. Da bin ich mit zufrieden, ja.

Das Vorbereitungsmatch gegen Göteborg ging knapp verloren. Glaubst du das Team wird gleich zu Beginn alles abrufen können oder werdet ihr erst im Turnierverlauf ins Spiel finden?

Die Defensive war schon recht stabil und hat nur zwei Gegentore aus dem Spiel zugelassen. Darauf wird es auch in den ersten beiden Spielen gegen Finnland und Schweden ankommen. Vorne müssen wir einfach nur jede Möglichkeit nutzen den Ball Richtung Tor zu bringen. Wichtig wird es für uns ja eigentlich erst gegen Lettland und dann im Playoff-Spiel ums Viertelfinale. Bis dahin wird es klappen und was dann möglich ist, werden wir sehen.



Das Auftaktwochenende hat es jedenfalls in sich. Werden die Partien gegen Finnland und Schweden Auswirkungen auf das erste Schlüsselspiel gegen Lettland haben?

Die Vorgabe ist schon so, dass wir sicher gut spielen wollen und mit Leidenschaft verteidigen werden, wir dürfen aber auch nicht zu viel Kraft investieren. Das Augenmerk liegt klar auf Lettland.



Ihr dürft von Beginn an im Scandinavium auflaufen. Was macht eine solche Atmosphäre mit einem?

Das wird sicher cool von Anfang an vor vielen Zuschauern zu spielen. Wir hatten heute früh schon ein Training in der Halle. Da viele von uns ja bereits vor zwei Jahren im Hallenstadion vor ähnlicher Kulisse gespielt haben, ist uns die Situation nicht neu. Ich war von der leeren Halle jedenfalls nicht so beeindruckt wie letztes mal.



Egal ob Platz drei oder vier in der Gruppe, die Playoffs entscheiden über Erfolg und Misserfolg. Wer wäre dort Euer Lieblingsgegner und ist das Viertelfinale Pflicht?

Ich muss sagen, dass ich mich damit nicht wirklich auseinander gesetzt habe. Ich glaube es kommen Dänemark und Russland in Frage. Die Russen haben wir letzte WM in der Gruppe geschlagen, die Dänen beim Turnier in Lettland. Es wären beides wohl ähnlich knappe Partien. Ich schätze das nicht ganz so körperliche Spiel der Dänen würde uns besser liegen, aber gewinnen müssen wir gegen beide.



Schweden ist Turnierfavorit Nummer eins, Tschechien gilt als Geheimtipp. Wer wird im Finale stehen?

Bei der Quali im Februar haben mich die Tschechen nicht überzeugt, seitdem habe ich nichts mehr mitbekommen. Die Schweden werden im Endspiel sicher anzutreffen sein. Vielleicht schaffen es die Schweizer ja dieses Mal die Finnen im Halbfinale zu schlagen.