Mucha-Show bei versöhnlichem WM-Abschluss

Deutschland besiegt die Slowakei und wird WM-Neunter. /Foto: IFF/ Rasmus Tynander

Deutschland besiegt die Slowakei und wird WM-Neunter. /Foto: IFF/ Rasmus Tynander

Deutschland beendet die WM 2014 auf dem neunten Rang. Im abschließenden Spiel rang das Team die Slowakei nieder, wobei die Mucha-Brüder groß aufspielten. Nun steht dem Team wohl ein Umbruch bevor.

Im abschließenden Gruppenspiel ging es für Deutschland nach dem enttäuschenden Achtelfinal-Knockout gegen Dänemark um einen versöhnlichen Abschluss der WM. Und der Start ins Spiel gegen die Slowakei gelang nach Maß: Dominic auf Manuel Mucha – 1:0. Von Pritzbuer auf Bröker – 2:0. Manuel auf Dominic Mucha – 3:0. Nach nur acht Minuten waren die Weichen scheinbar gestellt.

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Doch die Slowaken kamen zurück. Ein starkes Mitteldrittel brachte sie heran und zu Beginn des Schlussdrittels glichen sie aus. Doch – muchas gratias – das Spiel kippte nicht: Dominic auf Manuel Mucha – 6:5 (53.), Manuel auf Dominic Mucha – 7:5 (59.). Das war dann auch der Entstand. Damit schließt Deutschland die Weltmeisterschaft 2014 auf dem versöhnlichen neunten Rang ab.

Halbfinalisten stehen fest

Schweden, Finnland und Tschechien (5:1 gegen Deutschland-Bezwinger Dänemark) zogen bereits in die morgigen Halbfinals ein. Die Partie Schweiz – Lettland lief bei Schreiben dieses Beitrags noch.

Man darf indes gespannt sein, wie es mit deutschen Nationalmannschaft nach dem Turnier weitergeht. Die junge Garde um von Pritzbuer und Co bewies internationale Tauglichkeit. Das Team kam ohne die Holtz-Brüder aus, auch wenn mancher nun einwenden mag, dass die beiden gegen Lettland (3:5) und Dänemark (3:4 n. P.) vielleicht den entscheidenden Kick gegeben hätten.

Rücktritte im deutschen Team zu erwarten

Dennoch: Spielerisch konnte das Team über weite Strecken überzeugen. Angesichts der – im Vergleich zu den konkurrierenden Nationen – fast schon grotesk geringen gemeinsamen Vorbereitung umso höher einzuschätzen.

Nun steht wohl ein Umbruch an: Soutters Vertrag läuft aus. Eine Verlängerung wäre wünschenswert, es ist aber eher fraglich, ob sich der Schweizer den Aufwand zwei weitere Jahre zumuten will. Zudem haben einige Leistungsträger im Vorfeld durchblicken lassen, dass die WM wohl ihr letzter Auftritt im Nationaldress sein wird.

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