Schweden ist Weltmeister!

Der Dosenöffner für Schweden: Samuelsson schoss das erste Tor der Gastgeber und leitete die Wende ein. /Foto: IFF

Der Dosenöffner für Schweden: Samuelsson schoss das erste Tor der Gastgeber und leitete die Wende ein. /Foto: IFF

Schwedens Mario Götze heißt Stenberg. Der Stürmer schoß in der 47. Minute den goldenen Treffer für den Gastgeber. Schweden drehte einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg. Finnland darf sich ärgern: Für den Herausforderer war mehr drin gewesen.

Es dauerte nur 26 Sekunden, als das ausverkaufte Scandinavium (12.044 Zuschauer) erstmals fast verstummte. Kukkola schoß Finnland in Führung, Schweden fand kaum in die Partie. Kurz vor der ersten Pause die nächste Dusche: Einen High-Speed-Konter vollendete Tollikko zum 2:0 für die Finnen.

In der Pause schien Schweden-Trainer Vaara die richtigen Worte gefunden zu haben: Nach einem finnischen Aufbaufehler erzielte Samuelsson den Anschlusstreffer (22.). Kapanen hatte in der Folge in Unterzahl das 3:1 auf der Kelle, Aman parierte stark. Quasi im Gegenzug ließ Nilsberth den Hammer raus. Keine Chance für Kosonen – 2:2 (38.).

Die Organisatoren vermeldeten einen neuen Zuschauerrekord für eine WM: Hand gezählte 427 Menschen mehr als 2008 in Tschechien (damals 104.018) sollen den Weg in die Hallen gefunden haben. Angesichts manch skurriler Zahl (leere Tribünen, trotzdem offiziell 2.000 Zuschauer) ist diese Meldung zumindest einen Schmunzler wert. /Foto: IFF

Die Organisatoren vermeldeten einen neuen Zuschauerrekord für eine WM: Hand gezählte 427 Menschen mehr als 2008 in Tschechien (damals 104.018) sollen den Weg in die Hallen gefunden haben. Angesichts manch skurriler Zahl (leere Tribünen, trotzdem offiziell 2.000 Zuschauer) ist diese Meldung zumindest einen Schmunzler wert. /Foto: IFF

Wie schon im Vorrundenduell hatte der Gastgeber einen 0:2-Rückstand gegen den Erzrivalen ausgeglichen. Diesmal aber baute Finnland im Schlussdrittel nicht ab. Zunächst vergab Manninen einen Riesen zur erneuten Führung. Dann schlug die Stunde von Stenberg: In typischer Slotwühler-Manier staubte er zum 3:2 ab (47.).

VIDEO: Highlights WM-Finale Schweden – Finnland

Finnland erhöhte nun die Pace und prüfte Aman mehrfach. Doch der Goalie, der vor dem Turnier noch wegen einiger unsportlicher Tritte in einem Ligaspiel auf der Kippe stand, bewahrte sein Team vor dem Ausgleich. So schaffte Schweden am Ende die Mission Heimgold – wenngleich knapper, als wohl von den meisten Experten vermutet.

Tschechien mit Bronze, Nilsson MVP

Zuvor hatte sich Tschechien gegen die Schweiz die Bronzemedaille gesichert. Die Tschechen bewiesen dabei große Moral und machten einen 0:2- sowie 2:3-Rückstand wett. Am Ende gewannen sie 4:3. Rang fünf holte sich Lettland mit einem 4:3 gegen Norwegen. Dänemark (7:2 gegen Estland) belegte den siebten Rang.

Wie schon 2012 wählten Trainer und Offizielle Schwedens Megastar Kim Nilsson zum Turnier-MVP. Eine (verdiente) Überraschung gab es im All Star Team: Deutschland-Schreck Mike Trolle Wede, der inferiore Keeper Dänemarks, wurde bester Goalie des Turniers. Väänänen (FIN) und Östholm (SWE) stellten das defensive Pärchen, Enström (SWE), Kukkola (FIN) und Nilsson (SWE) das offensive Trio.

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