Gipfeltreffen im Endspiel

Kam nochmal in Bedrängnis, bewahrte in der Overtime die Nerven - UHC Weissenfels. / Foto: Schuba

Kam nochmal in Bedrängnis, bewahrte in der Overtime die Nerven – UHC Weissenfels. / Foto: Schuba

Auch im Herren-Finale des Stena-Line Pokals wiederholt sich die Paarung des Vorjahres. Weißenfels kommt gegen Chemnitz trotz klarer Führung noch heftig ins Straucheln, Eskelinen sorgt dennoch für eine späte Erlösung. Wernigerode zerschießt übermütige Bonner, denen somit zumindest das Pech der letzten beiden Jahre erspart bleibt.

Weißenfels lässt Krimi zu

Lange Zeit deutete nur wenig darauf hin, dass der Tabellenführer den Einzug ins Endspiel verpassen würde. Vor knapp 800 Zuschauern startete Weißenfels gegen Chemnitz geduldig und nutzte seine Chancen durch Herlt und Naumanen zur 2:0-Führung. Auch als Pekkala zu Beginn des zweiten Drittels per Schlenzer aus einem Freistoß heraus verkürzte, blieb der UHC seiner Linie treu und schraubte die Führung bis zum 46. Spielminute sogar auf 6:1 hoch.

Doch die Antwort der Chemnitzer war beeindruckend. Weißenfels wirkte zunehmend passiv, orientierungslos, Keeper Schauer nicht immer glücklich. Rosenthal verkürzte aus der Drehung zum kurzen Pfosten, Hoikkala in Überzahl, Irrgang, Hoikkala und in der 59. Spielminute, mit sechs Mann auf dem Platz und nach einer mustergültigen Vorlage von Kapucian wieder Irrgang aus dem Slot heraus. Verlängerung.

Jetzt tauschten beide Teams die Rollen. Chemnitz agierte vorsichtig, zögerte im Aufbau, Weißenfels versuchte es abwechselnd mit Forchecking. In der 63. Spielminute dann die entscheidende Szene. Rosenthal dreht sich an der Mittellinie in Nordh hinein und stürzt, Chemnitz moniert Faul, Ballverlust, 2:1-Konter für Weißenfels, Herlt zieht an der rechten Flanke entlang, Schuss, letzter Mann Kapucian blockt, Eskelinen lenkt den abgeprallten Ball am entfernten Pfosten per Schaft ins Netz – 7:6.

Bonn läuft ins offene Messer

Bonn startet gegen Wernigerode mutig, öffnet das Spiel von Anfang an. Ein Fehler. Weißkirchen bringt die Dragons in Führung, Kuittinen gleicht aus, Janos Bröker legt nochmal vor. Dann aber zieht Wernigerode dank vier Toren, drei davon durch Nachwuchsler Riechel, uneinholbar davon. Niklas Bröker korrigiert – 3:5.

Ab dem zweiten Drittel scheint Bonn besonders viel Spaß am Stürmen zu haben, die Defence der Dragons weist aber eine katastrophale Markierung auf. Ibold, Piittisjärvi, zum vierten Mal Riechel, Kuittinen und Krupicka nutzen umfassende Freiräume in der Bonner Abwehr. Die Routiniers Wolk und Patocka kümmern sich um Schadensbegrenzung, das Schicksal der Partie ist aber entschieden.

Die Red Devils legen noch vier weitere Tore nach und ziehen mit einem wilden 5:14 ins Endspiel nach. Am morgigen Sonntag trifft somit der Tabellenerste Weißenfels auf den Tabellenzweiten Wernigerode – Gipfeltreffen.