Patzelt: „Wir müssen langfristig zurück zur Bundesliga“

Reck hält, langer Auswurf, Patzelt überwindet im Pokalfinale Grimmas Nickel zum 3:0. / Foto: Sascha Reich, Floorball Deutschland

Reck hält, langer Auswurf, Patzelt überwindet im Pokalfinale Grimmas Nickel zum 3:0. / Foto: Sascha Reich, Floorball Deutschland

UHC-Kapitänin Sara Patzelt gehörte am final4 mit fünf Punkten zu den produktivsten Weißenfelser Kräften. Ihr Treffer gegen Grimma sorgte für die Vorentscheidung im Endspiel. Die ehemalige Quedlinburgerin wünscht sich eine breiter aufgestellte Konkurrenz.

Floorballmagazin: Double verteidigt. Wie habt ihr gefeiert?

Sara Patzelt: Nach der Heimreise wurden Damen, Herren und Fans im Geleitshaus in Weißenfels empfangen. Es wurde gegessen, getrunken, gesungen und getanzt. Ein gelungener Ausklang für dieses Wochenende.

Das Finale war relativ deutlich. Wo lag der spielerische Unterschied?

Ja, davon waren sicherlich alle etwas überrascht. Aber ich muss sagen, dass sich das Spiel nicht so eindeutig angefühlt hat. Grimma hatte sehr gute Chancen das Ding noch zu drehen. Wir hatten noch keine Auswertung, aber ich denke, wir waren einfach konsequenter. Der Wille, jeden Schuss zu blocken, den Ball ins Tor zu bringen und Zweikämpfe zu gewinnen, war bei uns sehr stark spürbar.

„Die Teams sollten den Anspruch auf einen überregionalen Vergleich anstreben und die Professionalität, die damit verbunden ist, nicht scheuen.“

Indra Reck war im Tor praktisch unüberwindbar. Beim 3:0 fand sie dich mit einem langen Auswurf und du netztes zum 3:0 ein. Welche Rolle spielt sie im Team?

Indra hat ein überragendes Wochenende gespielt. Sie ist für uns ein sehr starker Rückhalt auf und neben dem Feld. Psychisch äußerst belastbar und motivational immer eine verlässliche Kraft. Unsere Torhüter haben diese Saison sehr hart gearbeitet und das macht sich bezahlt.

Im Halbfinale hattet ihr Hamburg geknackt. Vermutlich wäre es ganz interessant, sich mit dieser Mannschaft öfters zu messen, oder?

Ja, das wäre nicht nur interessant, sondern unbedingt notwendig. Für die gesamte Entwicklung der Damen im Floorball müssen wir langfristig einfach wieder zurück zu einer Bundesliga. Die Teams sollten den Anspruch auf einen überregionalen Vergleich anstreben und die Professionalität, die damit verbunden ist, nicht scheuen.

Weißenfels holt den Pokal! #floorball #unihockey #salibandy #fd_pokal #final4

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Euer Ligaprogramm besteht aus der Herren-Regionalliga Großfeld und einer etwas undankbaren Zweierliga mit Grimma. Andere Vereine wie Heidenau oder Chemnitz haben es in eurer Region schwierig. Wie können der UHC und Grimma dazu beitragen, dass die Vereine im Umfeld langfristig auf die Beine kommen?

Für die Region Ost gab es schon ein Treffen, bei dem über zukünftige Stategien, die den Vereinen helfen sollen, diskutiert wurde. Dabei stand die Nachwuchsarbeit im Fokus, die die Basis bilden muss. Hierzu braucht es vor allem Spieler, die Verantwortung übernehmen. Grimma und Weißenfels können nur als gutes Beispiel vorangehen, beratende Funktionen, wie eben bei jenem Treffen, einnehmen und Kompromisse im Spielbetrieb machen.