5:4! Rosenthal schlägt Brincil

Chemnitz schwimmt auf der Erfolgswelle dank Marvin Rosenthal (Nr. 70, vorn). /Foto: Sascha Reich

Chemnitz schwimmt auf der Erfolgswelle dank Marvin Rosenthal (Nr. 70, vorn). /Foto: Sascha Reich

Zwei Protagonisten dominieren das Duell Chemnitz – Berlin. Kaufering wacht gegen Wernigerode zu spät auf, Dresden in Bonn gerade rechtzeitig, um die rote Laterne abzugeben. Das ewige Duell ist dagegen eine klare Sache.

Bis zur 57. Spielminute war der Held der Partie klar: Marek Brincil hatte alle vier Berliner Treffer erzielt, BAT führt 4:3. Dann aber kommt der Auftritt von Marvin Rosenthal. Binnen einer Minute schließt der U19-Nationalspieler zwei Konter zur 5:4-Führung ab und macht in den zwei Minuten darauf mit einem Empty-Net-Doppelpack den Deckel drauf. Dank der Rosenthal-Show – der Flügel hatte auch das 1:0 markiert und kam damit auf fünf Tore – machen die Floor Fighters auch rechnerisch die Playoffs klar und schieben sich an Berlin vorbei auf Platz vier.

Kaufering muss dagegen weiter ein wenig um die Playoffs bangen. Die Red Hocks lagen zu Beginn des Schlussdrittels schon 2:10 in Wernigerode zurück, starteten dann aber einen Comeback-Versuch. Der endete allerdings bei fünf Treffern am Stück und folglich einer 7:10-Pleite.

Zittern müssen die Oberbayern weiter, weil Hamburg im Sudden Death das Nordderby gegen Lilienthal 8:7 gewann. Hoffmann (58.) und Zeller (60.) hatten die Hanseaten so gerade in die Overtime gerettet. Nun braucht der ETV aber ein Wunder. Sie müssten nächste Woche in Weißenfels gewinnen und Kaufering in Bonn verlieren – dann würde Hamburg auf den letzten Drücker noch in die Playoffs rutschen.

Am Tabellenende gab Dresden die rote Laterne ab. Die Art und Weise war hochdramatisch. Im Kellerduell gegen Bonn lagen die Igels 3:4 zurück, bis Schuschwary 37 Sekunden vor Ende den Ausgleich markierte. Doch es war noch nicht Schluss: Eine Sekunde vor Ende schoss Soukup das 5:4. Für Bonn nicht der erste Last-Second-KO, für Dresden nicht der erste Last-Second-Lucky-Punch. Der war dem Team diese Saison schon zuhause gegen Kaufering geglückt. Dresden ist nun Achter, Bonn dagegen neuer Letzter.

Ganz klar verlief indes die Spitzenpartie des vorletzten Hauptrunden-Spieltags. 10:2 fertigte Weißenfels den MFBC ab.

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