Red Hocks und BAT im Halbfinale, Lilienthal gerettet

Michal Hanic (2. v. r.) war mit vier Toren und einer Vorlage produktivster Kauferinger in den beiden Duellen gegen den MFBC. /Foto: Sybille Schmidt

Michal Hanic (2. v. r.) war mit vier Toren und einer Vorlage produktivster Kauferinger in den beiden Duellen gegen den MFBC. /Foto: Sybille Schmidt

Mit jeweils zwei Siegen binnen 24 Stunden sichern sich die Red Hocks Kaufering und BAT Berlin den Halbfinaleinzug. Vizemeister Leipzig und die Floor Fighters sind raus. Gerettet hat sich Lilienthal im Playdown gegen Dresden.

Die Viertelfinalpartien der 1. Bundesliga liefen nach dem gleichen Muster wie in den vergangenen drei Jahren – zum dritten Mal seit der Einführung dieses Modus vor drei Spielzeiten hat der Vorrundensechste den Dritten herausgekegelt, zum zweiten Mal siegte der Fünfte gegen den Vierten.

Nach dem Downswing von sieben Niederlagen am Stück hatte sich Kaufering zum Ende der Vorrunde noch berappelt und war gerade so als Sechster in die Playoffs eingezogen. Die Formkurve der Oberbayern zeigt weiter klar nach oben. Deutlicher Beleg dafür waren die zweiten recht klaren Siege (6:2 zuhause, 8:5 auswärts) gegen die eigentlich sehr playoff-starken Leipziger, die damit erstmals seit 2012 wieder das Finale verpassen werden.

Sehr enge Partien lieferten sich Berlin und Chemnitz im zweiten Viertelfinale. Dank des 15 Tore besseren Torverhältnisses hatten die Floor Fighters sich das Heimrecht vor den punktgleichen Hauptstädtern gesichert. In Berlin gewann BAT knapp 5:3. Beim Rückspiel in Chemnitz am Tag darauf sah alles nach dem Serienausgleich aus, als Nass zehn Sekunden vor Ende doch noch für Berlin ausglich.

In der Overtime entschied schließlich ein ganz krummes Ding von Kratochvil – sein Schuss wurde abgefälscht und senkte sich über FFC-Goalie Aromaa hinweg zum 6:5 ins Tor – zugunsten von BAT. Kaufering trifft im Semifinale auf Weißenfels, Berlin auf Wernigerode.

Lilienthal durch, Bonn und Hamburg gehen in Entscheidungsspiel

Lilienthal und Dresden machten es ebenfalls spannend. Erst 40 Sekunden vor Ende des Hinspiels in Lilienthal glich Kleinhans für die Gastgeber zum 3:3 aus. Den Sudden Death entschied schließlich Appenrodt für den TVL. Tags darauf in Dresden lieferten sich beide Teams erneut eine trefferarme Partie, die Lilienthal dank eines Doppelschlags in den Schlussminuten 5:3 gewann. Damit sind die Niedersachsen gerettet, während Dresden weiter zittern muss.

Auf wen die Igels im „Playdown-Finale“ treffen werden, steht noch nicht fest. Denn Bonn und Hamburg müssen kommende Woche eine dritte Partie spielen. Zunächst hatten sich die Dragons mit einem 8:4-Heimsieg in Vorteil gebracht, der ETV konterte aber in eigener Halle mit starker Defensiv- und Goalie-Leistung, siegte 5:2. Der Verlierer des Entscheidungsspiels am kommenden Samstag muss gegen Dresden ran, der Sieger bleibt erstklassig.

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