UHC und Devils legen vor

Jakob Ohlsson (hi.) rannte mit dem UHC Weißenfels die Red Hocks Kaufering und Tino von Pritzbuer über den Haufen. /Foto: Sybille Schmidt

Jakob Ohlsson (hi.) rannte mit dem UHC Weißenfels die Red Hocks Kaufering und Tino von Pritzbuer über den Haufen. /Foto: Sybille Schmidt

Die Favoriten erwischten einen Start nach Maß ins Halbfinale: Weißenfels schlug Kaufering klar 10:4, Wernigerode bewies in Berlin Comeback-Qualitäten und siegte im Sudden Death. Ebenfalls in der Overtime holte Dresden in den Playdowns einen wichtigen Sieg gegen Bonn.

550 Zuschauer im Kauferinger Sportzentrum wollten die Red Hocks zur Sensation peitschen. Und tatsächlich legte der Außenseiter im ersten Halbfinale auf 2:0 vor. Doch Weißenfels präsentierte sich abgezockt. Mitte des zweiten Drittels zog der Meister entscheidend von 3:3 auf 7:3 davon. „Wir spielten dort effizienter und konnten verdient in Führung gehen“, sagte Weißenfels-Center Sebastian Bernieck.

Sein Team baute die Führung in der Folge aus. Am Ende stand es 10:4. Für besondere Schmankerl sorgten UHC-Mann Nordh mit einem Hintertor-Zorro und Kaufering-Kapitän Falkenberger mit einem hohen Bauerntrick (siehe Highlight-Video des BR).

Im zweiten Halbfinale lag Berlin dreimal in eigener Halle gegen die Red Devils Wernigerode mit drei Toren in Führung. 3:0 nach elf Minuten, 6:3 nach 31 Minuten und 7:4 nach 41 Minuten – dennoch reichte es nicht zum Sieg für BAT. Angeführt von einer überragenden erste Reihe kamen die Red Devils zurück und glichen aus. In der Overtime war es dann Liga-Topscorer Piittisjärvi vorbehalten, Wernigerode zum Auswärtserfolg zu schießen.

Devils-Coach Peter Gahlert haderte nach der Partie mit der Chancenverwertung sowie der defensiven Konsequenz seines Teams. Eine Reihenumstellung vor dem letzten Drittel sei aber dann entscheidend gewesen, um doch noch zu gewinnen. Damit brauchen sowohl Wernigerode als auch Weißenfels nur noch einen Sieg zum Finaleinzug.

Doppelte Überzahl bringt Entscheidung für Igels

Die zweite und dritte Strafzeit des gesamten Spiels brach Bonn das Genick gegen Dresden. In der vierten Minute der Overtime musste Wolk wegen Spielverzögerung runter, Dragons-Kapitän Wyzujak beschwerte sich zu vehement und wanderte gleich mit auf die Strafbank. Acht Sekunden vor Ende der Doppelstrafzeit nutzte Igels-Scharfschütze Soukup das resultierende 5-3-Powerplay zum 7:6.

Vorher hatten sich beide Teams in einer ausgeglichenen Partie nichts geschenkt. Durch den Auswärtssieg haben die Dresdner nächstes Wochenende gleich zwei Chancen, in eigener Halle die Relegation zu erreichen. Bonn braucht indes ein kleines Wunder, um den direkten Abstieg noch zu verhindern.

Statistik
>Red Hocks Kaufering – UHC Weißenfels 4:10
>BAT Berlin – Red Devils Wernigerode 7:8 SD
>Dragons Bonn – Igels Dresden 6:7 SD