Von Pritzbuer: „Jetzt zählt nur noch die WM!“

An der Herren-WM hatte es von Pritzbuer mit Größen wie Schwedens Rasmus Sundstedt zu tun... und traf. / Foto: Tim Fuhrmann

An der Herren-WM hatte es von Pritzbuer mit Größen wie Schwedens Rasmus Sundstedt zu tun… und traf. / Foto: Tim Fuhrmann

Am kommenden Dienstag startet die deutsche Junioren-Auswahl gegen Japan in die U19-WM 2015. Im schwedischen Helsingborg peilt das Team um Kapitän von Pritzbuer den Aufstieg in die A-Division an. Der Kauferinger hat eine lebhafte Saison hinter sich und ist sich der Chancen seiner Truppe gewiss.

Floorballmagazin: Wo treibt ihr Euch gerade herum? Wann geht’s ab nach Helsingborg?

Tino von Pritzbuer: Wir sind gerade gemeinsam in Hamburg und machen ein Vorbereitungstrainingslager bis Sonntag. Am Abend geht’s dann auch gleich auf die Fähre nach Helsingborg.

Es ist ja nicht deine erste U19-WM. Was unterscheidet dieses deutsche Team von jenem, das in Hamburg erst im Finale der B-Division scheiterte?

Ich denke, dass der Teamgeist in dieser Mannschaft ein ganzes Stück besser ist und dass das Team im gesamten einfach besser organisiert und taktisch aufgestellt ist.

Estland, Japan und Australien. Ist der Gruppensieg Pflicht?

Also ich sehe erstmal als Pflicht das Halbfinale zu erreichen, aber natürlich muss es unser Ziel sein, Gruppensieger zu werden.

Größter Gegner sind die höher gewerteten Dänen. Turnierziel: Aufstieg?

Unser Ziel ist es definitiv aufzusteigen, aber dass das eine harte Aufgabe wird, ist keine Frage. Wir haben bereits gute Leistungen gegen Dänemark gezeigt und können auch diesen Gegner schlagen.

Stattliche vier Tore und drei Vorlagen sammelte von Pritzbuer an der Herren-WM 2014. / Foto: Tim Fuhrmann

Stattliche vier Tore und drei Vorlagen sammelte von Pritzbuer an der Herren-WM 2014. / Foto: Tim Fuhrmann

Du hast schon an der A-WM der Herren deine Buden gemacht. Wie interpretierst du speziell deine Rolle als U19-Kapitän?

Ich denke, dass meine wichtigste Aufgabe nicht unbedingt das viele Tore schießen ist, sondern sowohl auf als auch neben dem Feld dem Team zur Seite zu stehen und so die bestmögliche Teamleistung zu ermöglichen.

Eigentlich müsstest du noch im Saft stecken. Kaufering erwartet noch sein Bronze-Spiel. Wie lässt sich die Konzentration im Verein bei einer dreiwöchigen Pause aufrechterhalten?

Die Trainingsintensität im Training hat nach dem Halbfinale schon nachgelassen, aber trotzdem haben wir noch Konzentration auf das Spiel um Platz drei. Allerdings liegt für mich die Konzentration nur auf die WM.

Diese Saison tat man sich in Kaufering zunächst um einiges schwerer. Sogar die Playoffs waren zwischenzeitig in Gefahr. Dabei hattet ihr Euch im Sommer ganz solide verstärkt. Was lief schief?

Meiner Meinung nach ist die zweite Saison die schwerste Saison, da die Anfangseuphorie vom ersten Jahr nicht mehr so vorhanden ist und wir in der Liga mittlerweile bekannt sind. Zudem hatten wir auch keine optimale Rückrundenvorbereitung und der Teamzusammenhalt war zwischenzeitig nicht mehr so optimal. Aber wir haben uns ja rechtzeitig gefangen.

Genau, in den Playoffs sahen die Leistungen wieder ganz anders aus. Favorit Leipzig gestürzt und Weißenfels einiges abgefordert. Wo kam der Leistungssprung her?

Wir haben unsere Reihen etwas umstellen müssen und haben dadurch Sicherheit und Routine gefunden. Aber dass die Playoffspannung auch dazu beigetragen hat, ist klar.

Wo soll deine Karriere eigentlich hinführen. Könnte es dich irgendwann in naher Zukunft ins Ausland locken? Wenn ja, wohin?

Ich denke, dass ich mal ins Ausland gehen werde, aber fest steht noch nichts. Jetzt zählt nur die WM!