Igels Dresden steigen freiwillig ab

Rückzug nach vier Jahren Bundesliga - die Igels gehen in die zweite Bundesliga. /Foto: Sybille Schmidt

Rückzug nach vier Jahren Bundesliga – die Igels gehen in die zweite Bundesliga. /Foto: Sybille Schmidt

Überraschend haben die Igels Dresden ihren Rückzug aus der 1. Bundesliga bekannt gegeben. Gewichtige Abgänge und mangelnde Kadertiefe sind die Gründe. Damit bietet sich Halle und Bonn noch eine unverhoffte Chance, kommende Saison erstklassig zu spielen.

Die Unihockey Igels Dresden gaben gestern auf ihrer Homepage bekannt, kommende Saison nicht in der 1. Bundesliga zu starten. Als Hauptgrund nannten die Verantwortlichen den Weggang einiger Leistungsträger, deren Lücke nicht kompensiert werden kann – auch weil nicht genügend geeignete Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zur Verfügung stehen. „Im Ergebnis können wir einen Spielbetrieb in der 1. Bundesliga aufgrund zu weniger Spieler und fehlender spielerischer Qualität nicht mehr sicherstellen“, erklärt Tino Janke, stellvertretender Vereinsvorsitzender.

In der Vorwoche hatten sich die Igels noch im Relegationsduell mit Halle den Klassenerhalt gesichert. Nun der überraschende Rückzug. Goalie Georg  erklärt, warum sein Team die Saison dennoch seriös zu Ende spielte: „Für uns stand nie zur Debatte, absichtlich zu verlieren oder sonstige Absprachen zu treffen.“ Der Verein wollte die Klasse um jeden Preis sportlich halten. Wie es aussieht, können die Igels nach vier Jahren Erstklassigkeit kommende Saison in der 2. Bundesliga Südost starten, weil dort aktuell weniger als acht Teams gemeldet sind, wie es von der Spielbetriebskommission (SBK) hieß.

Bleibt die Frage, wer Dresdens Platz in der ersten Bundesliga einnehmen wird? Zur Diskussion stehen die Dragons Bonn, die gegen Dresden die Endspiele der Playdowns verloren hatten und direkt absteigen müssten, sowie die Saalebiber Halle, die Dresden in der Relegation unterlegen waren. Beide Teams werden nun von der SBK angefragt. Wollen Dragons und Saalebiber den Platz der Dresdner einnehmen, müssen beide Teams ein Duell um den vakanten Startplatz in der Bundesliga spielen.

>Mitteilung der Igels Dresden auf deren Homepage