Deutschlands beste Schulteams gekürt

Die Nordseeschule St. Peter Ording triumphierte bei den Klassenstufen acht bis zehn. /Foto: Elke Scholz

Die Nordseeschule St. Peter Ording triumphierte bei den Klassenstufen acht bis zehn. /Foto: Elke Scholz

Am Wochenende fand in Plön der Deutsche Schulcup statt. Insgesamt 400 Schüler spielten in drei Wettkampfklassen um die inoffizielle Deutsche Schulmeisterschaft. Neben den Talenten wusste auch die Organisation des Events zu überzeugen.

von Ulf Stosch

Die Location hätte attraktiver nicht sein können. Idyllisch zwischen herrlichen Badeseen gelegen, bot das schleswig-holsteinische Plön in der Nähe von Kiel einen würdigen Rahmen für den Deutschen Schulcup 2015.

Vor Jahren von engagierten Landesverbänden aus der Taufe gehoben und als Pendant des Bundeswettbewerbes „Jugend trainiert für Olympia“ geltend – leider ist eine Teilnahme bei diesem Wettbewerb nicht möglich, da in Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern (noch!!) keine Landesverbände existieren – mauserte sich dieses Event nach und nach zur inoffiziellen Deutschen Schulmeisterschaft.

Ausgetragen werden die Spiele in den Wettkampfklassen IV (5. – 7. Klasse), III (7. – 9. Klasse ) und II (8. – 10. Klasse). Für Schulen durchaus reizvoll, spielen die Teams in der Mixed-Variante mit jeweils zwei Jungen und Mädchen auf dem Feld.

Mehr als 400 Schüler jagten in über 100 Spielen dem Lochball hinterher. /Foto: Elke Scholz

Mehr als 400 Schüler jagten in über 100 Spielen dem Lochball hinterher. /Foto: Elke Scholz

Den Frauen und Männern um Elke Scholz, der Chefin des schleswig-holsteinischen Floorballverbandes, welcher den Event genau wie der Floorball Förderverein finanziell unterstützte, gelang mit dem Turnier in diesem Jahr ein großer Wurf. Betreut von Teamguides floorballten die Kiddies aus sechs Bundesländern in zwei nebeneinander liegenden Sporthallen des Schloß-Gymnasiums Plön und der Gemeinschaftsschule des gleichen Ortes.

Insgesamt jagten 400 Spielerinnen und Spieler auf technisch sehr ansprechbarem Niveau dem Lochbach hinterher. Insofern auch kein Wunder, da viele Teams mit Vereinsspielerinnen und -spielern gespickt waren.

Sieger bei den Klassenstufen sieben bis neun: Die Schüler des von Humboldt-Gymnasiums. /Foto: Elke Scholz

Sieger bei den Klassenstufen sieben bis neun: Die Schüler des von Humboldt-Gymnasiums. /Foto: Elke Scholz

Dass da der Zeitplan bei ungefähr 100 Vorrundenspielen nur um zehn Minuten verrutschte, war eine organisatorische Meisterleistung. Dominierten bis zum Vorjahr noch die sächsischen Schulen das Geschehen – 2014 kamen nur eine zweit- und zwei drittplatzierte Schulen nicht aus Sachsen drei Sieger – zogen die Teams aus Schleswig-Holstein in diesem Jahr kräftig nach.

Spitze bei den Jüngsten: die Isarnwohldschule Gettorf. /Foto: Elke Scholz

Spitze bei den Jüngsten: die Isarnwohldschule Gettorf. /Foto: Elke Scholz

Das Resümee: Wenn sich die Kultusministerialen der Länder endlich einen Ruck geben könnten, sollte unsere Sportart bald im offiziellen Kanon der „Jugend trainiert für Olympia“-Sportarten zu finden sein. Sechs teilnehmende Bundesländer mit 400 Floorballenthusiasten reisen selbstfinanziert (!) über Sponsoren, Fördervereine und begeisterte Eltern nach Schleswig-Holstein an.

Vielen gestandenen Sportarten wird hinsichtlich der Teilnehmerzahl locker der Rang abgelaufen. Das sollten doch auch Deutschlands oberste Amtsstuben bemerken – und entsprechend reagieren.

Ergebnisse Schulcup 2015

WK II
Nordseeschule St. Peter Ording (S.-H.)
Gymnasium Burgstädt (Sachsen)
Fontane-Gymnasium Rangsdorf (Brandenburg)

WK III
Gymnasium Alexander von Humboldt (Sachsen)
Gymnasium Heide-Ost (S.-H.)
Oberschule Cossebaude Dresden (Sachsen)

WK IV
Isarnwohlschule Gettorf (S.-H.)
Nordseeschule St. Peter Ording (S.-H.)
Georgius-Agricola-Gymnasium Chemnitz (Sachsen)