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Mit Feinschliff

28 Juli 2010 One Comment

Kristof Klein und Micael Svensson im Gespräch mit der aktuellen U19-Auswahl beim Trainingslager im Berliner Horst-Korber-Sportzentrum.

Die deutsche U19-Nationalmannschaft veranstaltet im Horst-Korber-Zentrum am Berliner Olympia-Stützpunkt ihr einwöchiges Trainingslager. Teambuilding, Spielszenarien, Individualtaktik und ein Freundschaftsspiel gegen SG BAT Berlin stehen an. In gut neun Monaten soll man an der Weltmeisterschaft im eigenen Land bestehen können. Mit dabei ist auch Chef-Coach der A-Herren Micael Svensson, der den Junioren einen besonderen taktischen Schliff verpassen und die Trainer Klein und Wolf unterstützen soll. Das Floorballmagazin unterhielt sich mit dem Schweden über die Herausforderungen der internationalen Nachwuchsler.

Micael, harte Woche. Wie unterstützt Du den Trainerstab bei diesem Trainingslager und was steht auf dem Programm?
Zunächst bin ich dabei, um mir selbst eine Übersicht zu schaffen und den Coaches Feedback über taktische und theoretische Einzelheiten zu geben. Es gibt auch konkrete Problemlösungen in 2:2-Situationen oder in individualtaktischen Belangen über die die Spieler nachdenken sollen. Am Abend gibt es auch eine Theoriestunde und die Videoanalyse eines U19-Spiels der schwedischen Auswahl. Morgen werde ich ein ganzes Training leiten, dass insbesondere auf intensives Passspiel, Abschlusssituationen und Temposteigerung abgestimmt sein wird. Auch Problemlösungen in 3:2-Situationen stehen auf dem Programm.

Und wie sind dabei die ersten Eindrücke? Wo warten noch die größten Baustellen?
Als aller Erstes muss ich sagen, dass es im Team einige Jungs gibt, die bereits sehr gutes Floorball draufhaben und es drei bis vier Spieler gibt, um welche die meisten Situationen herum aufgebaut werden müssen. Im Fokus steht diese Woche, dass die Mannschaft “zusammenkommt”, aber darüber hinaus muss intensiv an taktischen Spielszenarien gearbeitet werden, wie Über- und Unterzahl sowie 2:2- und 3:2-Situationen.

Bei der Weltmeisterschaft wird es aber nicht einfach. Wie schätzt du die Chancen ein?
Die deutsche Auswahl muss das Ziel haben, Leuten im Land zu zeigen, dass die Sportart durchstartet und dass sie ein starkes Team vorweisen kann. Es ist wesentlich, dass das Team professionell auftritt, sich präzise aufwärmt und Leute bei den Spielen sehen, dass Deutschland auf dem richtigen Weg ist, sich auch in den Nachwuchs-Kategorien fortschrittlich zu entwickeln. Sollten sie dann mal Spiele verlieren, können vorweisen auf und neben dem Platz professionell und hart gearbeitet zu haben. Ich denke, es wird schwer für die U19-Mannschaft. Aber etwas ähnliches habe ich auch über die deutschen Eishockeyspieler bei der WM gesagt und lag damals ziemlich daneben… also mal sehen. Tatsächlich ist alles möglich, du musst dich nur absolut aufopfern, daran glauben und dafür kämpfen.

Das sollte im eigenen Land möglich sein…
Ich finde es hervorragend, dass Deutschland diesen Job übernimmt. Aber ich hoffe auch, dass die IFF Deutschland ausreichend organisatorisch und ökonomisch unterstützt. Die IFF sollte stolz sein, dass Deutschland übernommen hat als Norwegen absagte. Es bleibt wenig Zeit übrig, aber zusammen mit dem Weltverband wird das schon klappen. (jk)

One Comment »

  • Casper said:

    Na da bin ich mal gespannt wie es im Frühling zuhause läuft, könnte ja tatsächlich was bringen so eine Veranstaltung… und nix, dann zumindest ‘schlaaaaaaaaaaaaand!!! ;)

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